Glossar

IT-Begriffe einfach erklärt.

Von Backup bis Zero-Day: Die wichtigsten Begriffe rund um IT und Sicherheit – kurz, verständlich und ohne Fachchinesisch.

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3-2-1-Regel
Faustregel für Datensicherung: 3 Kopien Ihrer Daten, auf 2 verschiedenen Speichern, davon 1 außer Haus und möglichst offline. So übersteht das Backup auch Brand, Diebstahl und Verschlüsselungstrojaner.

B

Backup (Datensicherung)
Eine Kopie Ihrer Daten, aus der sich nach einem Defekt, Diebstahl oder Angriff alles wiederherstellen lässt. Ein Backup ist erst dann gut, wenn die Wiederherstellung regelmäßig getestet wird. Was kostet ein Ausfall? →

C

CEO-Fraud (Chef-Betrug)
Betrüger geben sich per E-Mail als Geschäftsführer aus und fordern eine dringende Überweisung. Ähnlich funktionieren gefälschte Lieferanten-Mails mit „neuen“ Bankdaten. Vor jeder ungewöhnlichen Zahlung hilft ein kurzer Rückruf unter der bekannten Nummer.
Cloud
Programme, Speicher oder Server, die in einem Rechenzentrum laufen und über das Internet genutzt werden – statt auf eigener Hardware im Büro.

D

DKIM
Digitale Unterschrift für ausgehende E-Mails. Der Empfänger prüft sie mit einem öffentlichen Schlüssel im DNS und erkennt so, ob eine E-Mail wirklich von Ihnen stammt und unterwegs nicht verändert wurde. E-Mail-Sicherheits-Check →
DMARC
Regel im DNS, die Empfängern sagt, was mit E-Mails passieren soll, bei denen weder SPF noch DKIM passend zur sichtbaren Absenderdomain bestanden wird: zustellen, in den Spam verschieben oder abweisen. Es genügt also, wenn eine der beiden Prüfungen passt. Erst DMARC macht das Fälschen Ihrer Absenderadresse wirklich schwer. E-Mail-Sicherheits-Check →
DNS
Das „Telefonbuch des Internets“: Es übersetzt Namen wie computer-deluxe.at in die Adressen der zuständigen Server – für Website, E-Mail und mehr.
DNSSEC
Digitale Signatur für DNS-Einträge. Sie verhindert, dass jemand gefälschte Antworten unterschiebt – etwa eine falsche Adresse für Ihre Website oder Ihren Mailserver.
DSGVO
Die Datenschutz-Grundverordnung regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten. Bei einer Datenpanne besteht in der Regel eine Meldepflicht an die Datenschutzbehörde binnen 72 Stunden.

E

ESU (Extended Security Updates)
Verlängerte Sicherheitsupdates, die Microsoft nach dem Supportende für begrenzte Zeit anbietet – meist kostenpflichtig. Eine Überbrückung, keine Dauerlösung. Supportende-Ampel →

F

Fernwartung
Ein Techniker sieht mit Ihrer Zustimmung Ihren Bildschirm und hilft direkt am Gerät – ohne Anfahrt. Bei uns: der rote Button. Fernwartung starten →
Firewall
Schutzsystem zwischen Ihrem Netzwerk und dem Internet, das nur erlaubte Verbindungen durchlässt. Im Betrieb meist im Router oder in einem eigenen Gerät, zusätzlich auf jedem PC. Server & Netzwerk →

G

Gäste-WLAN
Eigenes WLAN für Besucher, das vom Firmennetz getrennt ist. Gäste kommen ins Internet, aber nicht an Ihre PCs, Drucker oder Server. WLAN-QR-Code erstellen →

H

HSTS
Sicherheitseinstellung einer Website: Sie weist den Browser an, die Seite künftig nur noch verschlüsselt (HTTPS) aufzurufen. So kann niemand die Verbindung unterwegs auf eine unverschlüsselte Variante umleiten. Website-Sicherheits-Check →
HTTPS & Zertifikat
Verschlüsselte Verbindung zwischen Browser und Website, erkennbar am Schloss in der Adresszeile. Das Zertifikat bestätigt die Adresse in der Adresszeile – über die Seriosität der Seite sagt das Schloss nichts. Auch Betrugsseiten haben eines. Website-Sicherheits-Check →

I

Intune
Microsofts Werkzeug zur Verwaltung von Firmengeräten: Updates, Verschlüsselung und Regeln zentral steuern – und ein verlorenes Gerät aus der Ferne sperren oder löschen.

K

Künstliche Intelligenz (KI)
Programme wie ChatGPT oder Copilot, die Texte verstehen und erzeugen. Im Betrieb nützlich – mit klaren Regeln, was eingegeben werden darf, oder als lokale KI, bei der die Daten im Haus bleiben. KI-Beratung & eigene KI →

M

Mesh-WLAN
Mehrere WLAN-Zugangspunkte, die wie ein gemeinsames Netz arbeiten. Geräte wechseln beim Herumgehen automatisch zum stärksten Punkt – meist ohne spürbare Unterbrechung. WLAN für Betriebe →
MFA-Fatigue (Push-Bombing)
Angreifer kennen bereits das Passwort und schicken immer wieder Anmeldeanfragen aufs Handy – in der Hoffnung, dass jemand genervt oder versehentlich bestätigt. Darum nur bestätigen, wenn Sie sich gerade selbst anmelden; unerwartete Anfragen ablehnen und Bescheid geben. Muss bei der Bestätigung eine Zahl eingetippt werden, läuft diese Masche weitgehend ins Leere. Handy-Bestätigung (MFA) einrichten →
Microsoft 365
Microsofts Paket aus Office-Programmen, E-Mail (Exchange Online), Teams, OneDrive und SharePoint aus der Cloud. Richtig abgesichert sehr sicher – mit Standardeinstellungen oft nicht. Sicherheit & Microsoft 365 →
MTA-STS
Zusatzschutz für eingehende E-Mails: Andere Mailserver dürfen E-Mails an Ihre Domain nur verschlüsselt und nur an Ihre echten Mailserver zustellen.

N

NAS
Netzwerkspeicher für Dateien und Datensicherungen im Büro. Wichtig: Ein NAS allein ist kein vollständiges Backup, solange es dauerhaft mit dem Netzwerk verbunden ist.
NIS2 / NISG 2026
EU-Richtlinie für mehr Cybersicherheit, in Österreich durch das NISG 2026 umgesetzt, das seit 1. Oktober 2026 gilt. Betroffene Betriebe müssen Sicherheitsmaßnahmen umsetzen, sich registrieren und Vorfälle melden. NIS2-Check →

P

Passkey (Hauptschlüssel)
Anmeldung ganz ohne Passwort: Ein digitaler Schlüssel wird sicher auf Handy, PC oder Sicherheitsschlüssel gespeichert und mit Fingerabdruck, Gesicht oder PIN freigegeben. Ein Passkey funktioniert nur auf der echten Website – auf einer gefälschten Seite lässt er sich nicht abfangen.
Passwort-Manager
Programm, das für jeden Dienst ein eigenes, starkes Passwort speichert. Sie merken sich nur noch ein einziges Master-Passwort. Passwort-Generator →
Patchday
Der zweite Dienstag im Monat, an dem Microsoft gesammelt Sicherheitsupdates veröffentlicht. Diese sollten zeitnah eingespielt werden – vor allem, wenn bereits ausgenutzte Lücken dabei sind. Nächster Patchday →
Phishing
Gefälschte E-Mails, SMS oder Webseiten, die Zugangsdaten oder Zahlungen erschleichen sollen – oft mit Zeitdruck („Ihr Konto wird gesperrt“). Typisch sind falsche Absender, Tippfehler in Domains und Links, die woanders hinführen als angezeigt. Phishing-Quiz →

Q

Quishing (QR-Code-Phishing)
Phishing über QR-Codes – in E-Mails, auf Briefen, Parkautomaten oder Ladesäulen. Der Code führt auf eine gefälschte Seite. Vor dem Öffnen die angezeigte Adresse genau prüfen und im Zweifel die bekannte Adresse lieber selbst eintippen. Link-Check →

R

Ransomware (Verschlüsselungstrojaner)
Schadsoftware, die Dateien verschlüsselt und für die Freigabe Lösegeld verlangt. Häufig kommt sie über E-Mail-Anhänge oder gestohlene Zugangsdaten. Den besten Schutz bieten Updates, Zwei-Faktor-Anmeldung und ein getrenntes Backup. Was tun im Notfall? →

S

Smishing (SMS-Phishing)
Phishing per SMS oder Messenger – etwa angebliche Paketzustellungen, offene Mautgebühren oder Warnungen der Bank, jeweils mit Link. Nicht auf den Link tippen, sondern direkt in der App oder auf der bekannten Website des Anbieters nachsehen. Link-Check →
SPF
DNS-Eintrag, der festlegt, welche Server E-Mails im Namen Ihrer Domain verschicken dürfen. Empfänger können damit gefälschte Absender leichter erkennen. E-Mail-Sicherheits-Check →
Supportende (End of Life)
Ab diesem Datum liefert der Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr. Neu entdeckte Lücken bleiben dann für immer offen – solche Software sollte ersetzt werden. Supportende-Ampel →

V

VoIP
Telefonie über das Internet statt über die klassische Telefonleitung. Moderne Telefonanlagen wie 3CX laufen so – mit Apps für PC und Handy. 3CX-Telefonanlagen →
VPN
Verschlüsselter Tunnel durch das Internet – etwa, um von zu Hause sicher auf das Firmennetz zuzugreifen oder Standorte miteinander zu verbinden. MikroTik-Netzwerke →

Z

Zero-Day-Lücke
Sicherheitslücke, die Angreifer bereits ausnutzen, bevor es ein Update dafür gibt. Umso wichtiger ist es, Updates sofort nach Erscheinen einzuspielen.
Zwei-Faktor-Anmeldung (2FA/MFA)
Anmeldung mit zwei Nachweisen: dem Passwort und etwas, das man besitzt – meist eine App am Handy oder ein Sicherheitsschlüssel. Selbst ein gestohlenes Passwort reicht Angreifern dann nicht mehr. Der wichtigste Einzelschutz für E-Mail und Microsoft 365. Im Alltag oft einfach „Handy-Bestätigung“ genannt. Handy-Bestätigung (MFA) einrichten →

Fachbegriff verstanden – und jetzt?

Wir setzen das für Ihren Betrieb um: von Backup und Zwei-Faktor-Anmeldung bis zu E-Mail-Sicherheit und NIS2.